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Kleine Entspannungsinseln für Dich

Kleine Entspannungsinseln für Dich

Nachdem wir uns im letzten Beitrag damit beschäftigt haben, wie wir Entspannung in unseren Alltag mit unserem Hund integrieren, geht es dieses Mal um Dich. 

In Zeiten, in denen alles ständig schneller wird und ein Termin den nächsten jagt, wird das Thema Entspannung immer aktueller. Denn stetiger Stress ist schädlich für Deine Gesundheit. So können Muskelverspannungen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsmangel oder auch Verdauungsprobleme die Folge sein. Neben dem gesundheitlichen Aspekt kann es aber auch vorkommen, dass Du plötzlich emotional aus dem Gleichgewicht geworfen wirst. Dann werden Kleinigkeiten gefühlt zu riesigen Problemen und Du reagierst unpassend mit Aggression oder Überempfindlichkeit.

Damit Du nicht mit solchen Symptomen zu kämpfen hast, ist es unglaublich wichtig, Zeit für Entspannung einzuplanen. Das können kleine Entspannungsinseln im Alltag sein, die Dich für kurze Zeit durchatmen lassen. Aber auch grössere Entspannungsphasen, in denen Du Dir grössere Zeitblöcke reservierst, um diese mit Dingen zu füllen, die Dir gut tun.

Im Folgenden zeige ich Dir acht Ideen, wie Du kleine Entspannungsinseln ohne grossen Aufwand in Deinen Alltag integrieren kannst:

1. Beginne Deinen Morgen mit einer Entspannungsdusche.

Stelle Dir unter der Dusche vor, dass Du alle Sorgen, Zweifel und störenden Gedanken abwächst. Lasse Sie im Abfluss der Dusche versickern und geniesse dann genau diesen Moment. Einfach unter der Dusche zu stehen. Das Wasser zu spüren und sich nicht von all dem überrumpeln zu lassen, was der Tag so bringen wird. 

2. Du fährst mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit?

Dann nutze die Wartezeit zur Entspannung, statt auf Dein Handy zu starren. Wie wäre es mit einer Atemübung. Versuche mehrmals hintereinander ganz tief einzuatmen. So tief, dass Du das Gefühl hast, die eingeatmete Luft hat den untersten Bereich Deines Bauches erreicht. Dann atmest Du die viele Luft wieder ganz bewusst und langsam aus. 

Glücks-Tipp: Wenn ich eine solche Atemübung machen, stelle ich mir häufig vor, dass die eingeatmete Luft Energie und Kraft bringt. Danach fühlt man sich tatsächlich fitter und bereit, für all das, was kommen mag. 

3. Lies auf dem Weg zur Arbeit ein Buch.

Eine wissenschaftliche Studie von 2009 der University of Sussex hat gezeigt, dass 6 Minuten lesen schon eine entspannende Wirkung auf Deinen Körper haben können. So konnten Symptome wie eine gesenkte Herzfrequenz und entspanntere Muskeln nachgewiesen werden. 

Glücks-Info: In einer Langzeit-Studie der Yale University wurde sogar herausgefunden, dass Menschen, die in der Woche einige Stunden mit dem Lesen von Büchern verbrachten im Durchschnitt fast zwei Jahre länger lebten, als die Probanden, die nichts für Bücher übrig hatten.

4. Mache auf der Arbeit eine Teepause und feiere sie.

Warte bis Dein Teewasser kocht. Nutze die Zeit, um Deine Gedanken von der Arbeit zu lösen. Wie fühlst Du Dich gerade? Sobald das Wasser kocht, giesse es achtsam über Deinen Teebeutel. Wie riecht es? Fühlst Du die Wärme aufsteigen? 

Und nun hast Du zwei Möglichkeiten: Entweder Du trinkst den Tee in aller Ruhe und geniesst Deine Pause. Oder – falls Du die Zeit nicht hast – nimm den Tee mit an Deinen Arbeitsplatz. Trinke ihn aber nicht nebenbei. Sondern löse mit jedem Schluck Tee den Blick von Deiner aktuellen Tätigkeit und erschmecke ganz achtsam jegliche Aromen, die Dein Tee zu bieten hat.

5. Der Nachmittagssnack:
Wie wäre es mit der altbekannten Schokoladen-Meditation?

Schnapp Dir ein kleines Stück Schokolade. Rieche zuerst daran. Dann nimm es in den Mund, doch statt es direkt zu zerkauen schieb es genüsslich im Mund hin und her. Ein wahrer, entschleunigender Genuss.

6. Höre Musik auf der Fahrt nach Hause.

Auch hier hat eine Studie der Universität Marburg gezeigt, dass das Hören von Musik mit dem Wunsch nach Entspannung tatsächlich das Stresshormon Cortisol im Körper abbaut. Dabei spielt es keine Rolle, welche Musik Du hörst. 

Glücks-Tipp: Wenn Du mit dem Auto unterwegs bist, singe ruhig lauthals mit. Singen löst absolutes Wohlbefinden im Körper aus, was wiederum glücklich macht. So kannst Du doppelt profitieren. 

7. Nach Deinem hektischen Arbeitstag –
finde einen Ort der Stille.

Das kann der abendliche Spaziergang mit Deinem Hund durch Felder, Wiesen oder Wald sein. Aber auch ein Besuch in einem Museum oder in der Kirche haben einen beruhigenden und entspannenden Einfluss. Überleg Dir, wo Du Deinen Ort der Stille findest. Vielleicht in der eigenen Badewanne? 

8. Wie wäre es noch mit ein bisschen Bewegung?

Denn ja, auch Bewegung kann Entspannung sein. Durch eher langsame Sportarten wie Yoga, Wandern oder Radfahren wird Dein Cortisolspiegel gesenkt. Dabei reichen schon 20-30 Minuten aus, um einen Effekt der Entspannung zu spüren. 

Glücks-Tipp: Du hast Abends mal keine Zeit für 30 Minuten Bewegung? Dann probiere einmal den Pelikan. Stell Dich auf ein Bein und ziehe das andere Knie mindesten hüfthoch. Versuche nun 1 Minuten (wenn es Dir leicht fällt 2 Minuten oder mehr) in dieser Pose zu verbleiben, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Gleichgewichtsübungen verlangen recht viel ab und lassen so keinen Platz für stressende Gedanken. Auch das entspannt – den Kopf für zwei Minuten frei zu haben. 

Was hast Du für kleine Entspannunginseln gefunden, die Dir in Deinem Alltag helfen?

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Entspannung für Deinen Hund

Entspannung für Deinen Hund

Die nächsten beiden Glücksgedanken-Artikel widmen sich dem Thema «Entspannung». Im ersten Schritt erfährst Du welche drei Möglichkeiten Du hast, Deinem Hund dabei zu helfen, schneller herunterzufahren. Der Artikel im August wird Dir dann Möglichkeiten für Dich aufzeigen. 

All zu häufig wird bei hibbeligen und unruhigen Hunden empfohlen diese richtig auszulasten. Möglichst viel Bewegung, möglichst lange Spaziergänge und viel sportliche Aktivität sollen den Hund müde machen.

Und sicherlich sind Bewegung und eine gewisse Auslastung wichtig, dennoch brauchen solche Hunde meist eines viel mehr: Die Möglichkeit zur Ruhe zu kommen. 

Da viele Hunde Schwierigkeiten haben, von sich aus in einen Ruhemodus zu wechseln, hilft es, mit Ihnen Entspannung aktiv zu üben. Deswegen zeige ich Dir im Folgenden drei Möglichkeiten, wie Du Deinen Hund dabei unterstützen kannst. 

1. Die direkte Entspannung

Bei der direkten Entspannung handelt es sich schlicht und einfach um Streicheleinheiten oder Massagen von Dir. Wenn Dein Hund gerne angefasst wird, ist das eine tolle Möglichkeit ihn zur Ruhe zu bringen. Viele Hunde mögen es zum Beispiel nicht, an den Pfoten oder am Kopf angefasst zu werden. Der Brustbereich wird hingegen oft dankend angenommen. Schau ganz genau hin, was Deinem Hund wirklich gut tut.

Glücks-Tipp: Achte auch darauf, mit welcher Geschwindigkeit Du streichelst. Während schnelle Bewegungen animierend wirken, entspannen und beruhigen langsame Bewegungen. Ausserdem kannst Du zusätzlich Deinen Fokus auf die Streichel-Richtung legen. Mag es Dein Hund lieber in Fellrichtung gekrault zu werden oder tut eine Massage gegen die Wuchsrichtung des Fellkleides gut. 

Die direkte Entspannung hat viel mit Achtsamkeit und Wahrnehmung zu tun. Denn nur so bekommst Du mit, was Deinem Hund gefällt und wie Du ihn mit Deinen Streicheleinheiten unterstützen kannst.

2. Die Entspannungsdecke

Die Entspannungsdecke ist eine wundervolle Möglichkeit einen Gegenstand – in diesem Fall die Decke – mit Entspannung zu verknüpfen. Das Tolle daran ist, dass Du die Decke überall mit hinnehmen kannst und so Deinem Hund eine Hilfestellung bietest, auch ausserhalb eures Zuhauses zur Ruhe kommen zu können. 

Wie baust Du die Entspannungsdecke auf? 
Am einfachsten gelingt es Dir, wenn Du die Decke im ersten Schritt mit der direkten Entspannung verknüpfst. D.h. Du legst die Decke aus, setzt Dich daneben und streichelst Deinen Hund dort. 

Bitte denke immer daran: Die Decke soll Dein Hund mit positiven Emotionen verknüpfen. Deswegen zwinge ihn niemals auf der Decke zu bleiben. Falls Dein Hund das Weite sucht, überlege vielmehr was ihm nicht gepasst hat. Wollte er vielleicht gerade seine Ruhe haben? Warst Du ihn zu nahe?

Glücks-Tipp: Wenn Dein Hund schon einen Entspannungsduft kennt, kannst Du auch 1-2 Tröpfchen des Duftes auf eine Ecke der Decke träufeln. Bitte informiere Dich vorher über den Aufbau eines Entspannungsduftes und der richtigen Dosierung bevor Du damit arbeitest. 

3. Schleck- und Kauartikel 

Ja – Fressen kann entspannend wirken. Dabei spielt jedoch auch hier eine Rolle, wie das Futter dargeboten wird. Und wie schnell Dein Hund frustriert ist, wenn er nicht sofort an sein Futter herankommt. Raya ist verrückt nach Futter. Wenn ich ihr einen Kong® hinlege, kann es passieren, dass sie in eine Frustration kippt, weil sie nicht schnell genug ans Futter herankommt. Für andere Hunde ist diese Art der Futterdarbietung hingegen optimal, um durch das langsame Ausschlecken herunterfahren zu können. Für Kandidaten wie Raya wäre die LickyMat® eine schöne Alternative. Hier kann Dein Hund von deren Oberfläche ohne viel Aufwand sein Essen herunterschlecken. 

Glücks-Tipp: Gib Deinem Hund doch die Schleck- oder Kauartikel direkt auf seiner Entspannungsdecke. So schlägst Du zwei Fliegen mit einer Klappe. Du verknüpfst die Decke mit etwas Positivem (dem Futter) und der daraus resultierenden Entspannung. 

Bitte bedenke: Hat Dein Hund ein Ressourcenthema mit Futter, so gib ihm genügend Raun, während er seine Leckereien auf der Decke verspeist. Setze Dich auf keinen Fall in seine Nähe bzw. in die Nähe der Decke. Er soll in Ruhe und entspannt sein Futter zu sich nehmen können.

Dein Hund trägt sein Essen von der Entspannungsdecke runter? Kein Problem. Das ist nicht schlimm. Die Verknüpfung, dass er auf der Decke etwas Positives erhalten hat, bleibt dennoch bestehen. Gib ihm auch die nächsten Male seine Knabberartikel dort. Er wird merken, dass er mit der Zeit die Sachen nicht mehr heruntertragen muss.

Nun bleibt noch die Frage:
Woran erkennst Du eigentlich, dass Dein Hund entspannt ist? 

Natürlich handelt es sich bei jedem Hund um ein Individuum und so äussert sich auch Entspannung bei jedem Hund anders.

Anzeichen beim Hund für Entspannung können sein:
– eine lockere Rutenhaltung
– die Bewegungen Deines Hundes wirken weich und nicht hektisch
– die Augen sind nur noch halb geöffnet oder fallen sogar zu
– der Atem wird langsamer 
– Dein Hund fängt an zu gähnen
– Dein Hund seufzt oder atmet tief aus
– der Bewegungsdrang Deines Hundes wird weniger
– Dein Hund verändert ggfs. seine Position in eine bequemere z.B. vom Stehen ins Sitzen oder Liegen

Die Liste ist natürlich nicht abschliessend. Notiere Dir doch in einem kleinen Büchlein, was Du für Entspannungsanzeichen bei Deinem Hund entdeckt hast. Manchmal ist es auch hilfreich, den eigenen Hund beim schlafen zu beobachten. Wie liegt er, wenn er besonders tief schläft? Wie sieht sein Gesicht dabei aus? Solche Beobachtungsübungen helfen unheimlich, Deinen Hund noch besser kennenzulernen.

Gibt es noch weitere Möglichkeiten Deinem Hund zu mehr Ruhe zu verhelfen?
Natürlich. Zusätzlich zu den oben genannten drei Punkten haben sich Hilfsmittel wie der RelaxoDog, das Thundershirt oder DAP-Pheromone bewährt, die Deinen Hund bei der Ruhefindung unterstützen können. Wichtig ist, für sich und den eigenen Hund den richtigen und passenden Weg zu finden. Dabei heisst es ausprobieren, üben (denn ja – auch Entspannung ist Training) und den gemeinsamen Weg dorthin geniessen.

Entspannung für Deinen Hund