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Kleine Entspannungsinseln für Dich

Kleine Entspannungsinseln für Dich

Nachdem wir uns im letzten Beitrag damit beschäftigt haben, wie wir Entspannung in unseren Alltag mit unserem Hund integrieren, geht es dieses Mal um Dich. 

In Zeiten, in denen alles ständig schneller wird und ein Termin den nächsten jagt, wird das Thema Entspannung immer aktueller. Denn stetiger Stress ist schädlich für Deine Gesundheit. So können Muskelverspannungen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsmangel oder auch Verdauungsprobleme die Folge sein. Neben dem gesundheitlichen Aspekt kann es aber auch vorkommen, dass Du plötzlich emotional aus dem Gleichgewicht geworfen wirst. Dann werden Kleinigkeiten gefühlt zu riesigen Problemen und Du reagierst unpassend mit Aggression oder Überempfindlichkeit.

Damit Du nicht mit solchen Symptomen zu kämpfen hast, ist es unglaublich wichtig, Zeit für Entspannung einzuplanen. Das können kleine Entspannungsinseln im Alltag sein, die Dich für kurze Zeit durchatmen lassen. Aber auch grössere Entspannungsphasen, in denen Du Dir grössere Zeitblöcke reservierst, um diese mit Dingen zu füllen, die Dir gut tun.

Im Folgenden zeige ich Dir acht Ideen, wie Du kleine Entspannungsinseln ohne grossen Aufwand in Deinen Alltag integrieren kannst:

1. Beginne Deinen Morgen mit einer Entspannungsdusche.

Stelle Dir unter der Dusche vor, dass Du alle Sorgen, Zweifel und störenden Gedanken abwächst. Lasse Sie im Abfluss der Dusche versickern und geniesse dann genau diesen Moment. Einfach unter der Dusche zu stehen. Das Wasser zu spüren und sich nicht von all dem überrumpeln zu lassen, was der Tag so bringen wird. 

2. Du fährst mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit?

Dann nutze die Wartezeit zur Entspannung, statt auf Dein Handy zu starren. Wie wäre es mit einer Atemübung. Versuche mehrmals hintereinander ganz tief einzuatmen. So tief, dass Du das Gefühl hast, die eingeatmete Luft hat den untersten Bereich Deines Bauches erreicht. Dann atmest Du die viele Luft wieder ganz bewusst und langsam aus. 

Glücks-Tipp: Wenn ich eine solche Atemübung machen, stelle ich mir häufig vor, dass die eingeatmete Luft Energie und Kraft bringt. Danach fühlt man sich tatsächlich fitter und bereit, für all das, was kommen mag. 

3. Lies auf dem Weg zur Arbeit ein Buch.

Eine wissenschaftliche Studie von 2009 der University of Sussex hat gezeigt, dass 6 Minuten lesen schon eine entspannende Wirkung auf Deinen Körper haben können. So konnten Symptome wie eine gesenkte Herzfrequenz und entspanntere Muskeln nachgewiesen werden. 

Glücks-Info: In einer Langzeit-Studie der Yale University wurde sogar herausgefunden, dass Menschen, die in der Woche einige Stunden mit dem Lesen von Büchern verbrachten im Durchschnitt fast zwei Jahre länger lebten, als die Probanden, die nichts für Bücher übrig hatten.

4. Mache auf der Arbeit eine Teepause und feiere sie.

Warte bis Dein Teewasser kocht. Nutze die Zeit, um Deine Gedanken von der Arbeit zu lösen. Wie fühlst Du Dich gerade? Sobald das Wasser kocht, giesse es achtsam über Deinen Teebeutel. Wie riecht es? Fühlst Du die Wärme aufsteigen? 

Und nun hast Du zwei Möglichkeiten: Entweder Du trinkst den Tee in aller Ruhe und geniesst Deine Pause. Oder – falls Du die Zeit nicht hast – nimm den Tee mit an Deinen Arbeitsplatz. Trinke ihn aber nicht nebenbei. Sondern löse mit jedem Schluck Tee den Blick von Deiner aktuellen Tätigkeit und erschmecke ganz achtsam jegliche Aromen, die Dein Tee zu bieten hat.

5. Der Nachmittagssnack:
Wie wäre es mit der altbekannten Schokoladen-Meditation?

Schnapp Dir ein kleines Stück Schokolade. Rieche zuerst daran. Dann nimm es in den Mund, doch statt es direkt zu zerkauen schieb es genüsslich im Mund hin und her. Ein wahrer, entschleunigender Genuss.

6. Höre Musik auf der Fahrt nach Hause.

Auch hier hat eine Studie der Universität Marburg gezeigt, dass das Hören von Musik mit dem Wunsch nach Entspannung tatsächlich das Stresshormon Cortisol im Körper abbaut. Dabei spielt es keine Rolle, welche Musik Du hörst. 

Glücks-Tipp: Wenn Du mit dem Auto unterwegs bist, singe ruhig lauthals mit. Singen löst absolutes Wohlbefinden im Körper aus, was wiederum glücklich macht. So kannst Du doppelt profitieren. 

7. Nach Deinem hektischen Arbeitstag –
finde einen Ort der Stille.

Das kann der abendliche Spaziergang mit Deinem Hund durch Felder, Wiesen oder Wald sein. Aber auch ein Besuch in einem Museum oder in der Kirche haben einen beruhigenden und entspannenden Einfluss. Überleg Dir, wo Du Deinen Ort der Stille findest. Vielleicht in der eigenen Badewanne? 

8. Wie wäre es noch mit ein bisschen Bewegung?

Denn ja, auch Bewegung kann Entspannung sein. Durch eher langsame Sportarten wie Yoga, Wandern oder Radfahren wird Dein Cortisolspiegel gesenkt. Dabei reichen schon 20-30 Minuten aus, um einen Effekt der Entspannung zu spüren. 

Glücks-Tipp: Du hast Abends mal keine Zeit für 30 Minuten Bewegung? Dann probiere einmal den Pelikan. Stell Dich auf ein Bein und ziehe das andere Knie mindesten hüfthoch. Versuche nun 1 Minuten (wenn es Dir leicht fällt 2 Minuten oder mehr) in dieser Pose zu verbleiben, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Gleichgewichtsübungen verlangen recht viel ab und lassen so keinen Platz für stressende Gedanken. Auch das entspannt – den Kopf für zwei Minuten frei zu haben. 

Was hast Du für kleine Entspannunginseln gefunden, die Dir in Deinem Alltag helfen?

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Entspannung für Deinen Hund

Entspannung für Deinen Hund

Die nächsten beiden Glücksgedanken-Artikel widmen sich dem Thema «Entspannung». Im ersten Schritt erfährst Du welche drei Möglichkeiten Du hast, Deinem Hund dabei zu helfen, schneller herunterzufahren. Der Artikel im August wird Dir dann Möglichkeiten für Dich aufzeigen. 

All zu häufig wird bei hibbeligen und unruhigen Hunden empfohlen diese richtig auszulasten. Möglichst viel Bewegung, möglichst lange Spaziergänge und viel sportliche Aktivität sollen den Hund müde machen.

Und sicherlich sind Bewegung und eine gewisse Auslastung wichtig, dennoch brauchen solche Hunde meist eines viel mehr: Die Möglichkeit zur Ruhe zu kommen. 

Da viele Hunde Schwierigkeiten haben, von sich aus in einen Ruhemodus zu wechseln, hilft es, mit Ihnen Entspannung aktiv zu üben. Deswegen zeige ich Dir im Folgenden drei Möglichkeiten, wie Du Deinen Hund dabei unterstützen kannst. 

1. Die direkte Entspannung

Bei der direkten Entspannung handelt es sich schlicht und einfach um Streicheleinheiten oder Massagen von Dir. Wenn Dein Hund gerne angefasst wird, ist das eine tolle Möglichkeit ihn zur Ruhe zu bringen. Viele Hunde mögen es zum Beispiel nicht, an den Pfoten oder am Kopf angefasst zu werden. Der Brustbereich wird hingegen oft dankend angenommen. Schau ganz genau hin, was Deinem Hund wirklich gut tut.

Glücks-Tipp: Achte auch darauf, mit welcher Geschwindigkeit Du streichelst. Während schnelle Bewegungen animierend wirken, entspannen und beruhigen langsame Bewegungen. Ausserdem kannst Du zusätzlich Deinen Fokus auf die Streichel-Richtung legen. Mag es Dein Hund lieber in Fellrichtung gekrault zu werden oder tut eine Massage gegen die Wuchsrichtung des Fellkleides gut. 

Die direkte Entspannung hat viel mit Achtsamkeit und Wahrnehmung zu tun. Denn nur so bekommst Du mit, was Deinem Hund gefällt und wie Du ihn mit Deinen Streicheleinheiten unterstützen kannst.

2. Die Entspannungsdecke

Die Entspannungsdecke ist eine wundervolle Möglichkeit einen Gegenstand – in diesem Fall die Decke – mit Entspannung zu verknüpfen. Das Tolle daran ist, dass Du die Decke überall mit hinnehmen kannst und so Deinem Hund eine Hilfestellung bietest, auch ausserhalb eures Zuhauses zur Ruhe kommen zu können. 

Wie baust Du die Entspannungsdecke auf? 
Am einfachsten gelingt es Dir, wenn Du die Decke im ersten Schritt mit der direkten Entspannung verknüpfst. D.h. Du legst die Decke aus, setzt Dich daneben und streichelst Deinen Hund dort. 

Bitte denke immer daran: Die Decke soll Dein Hund mit positiven Emotionen verknüpfen. Deswegen zwinge ihn niemals auf der Decke zu bleiben. Falls Dein Hund das Weite sucht, überlege vielmehr was ihm nicht gepasst hat. Wollte er vielleicht gerade seine Ruhe haben? Warst Du ihn zu nahe?

Glücks-Tipp: Wenn Dein Hund schon einen Entspannungsduft kennt, kannst Du auch 1-2 Tröpfchen des Duftes auf eine Ecke der Decke träufeln. Bitte informiere Dich vorher über den Aufbau eines Entspannungsduftes und der richtigen Dosierung bevor Du damit arbeitest. 

3. Schleck- und Kauartikel 

Ja – Fressen kann entspannend wirken. Dabei spielt jedoch auch hier eine Rolle, wie das Futter dargeboten wird. Und wie schnell Dein Hund frustriert ist, wenn er nicht sofort an sein Futter herankommt. Raya ist verrückt nach Futter. Wenn ich ihr einen Kong® hinlege, kann es passieren, dass sie in eine Frustration kippt, weil sie nicht schnell genug ans Futter herankommt. Für andere Hunde ist diese Art der Futterdarbietung hingegen optimal, um durch das langsame Ausschlecken herunterfahren zu können. Für Kandidaten wie Raya wäre die LickyMat® eine schöne Alternative. Hier kann Dein Hund von deren Oberfläche ohne viel Aufwand sein Essen herunterschlecken. 

Glücks-Tipp: Gib Deinem Hund doch die Schleck- oder Kauartikel direkt auf seiner Entspannungsdecke. So schlägst Du zwei Fliegen mit einer Klappe. Du verknüpfst die Decke mit etwas Positivem (dem Futter) und der daraus resultierenden Entspannung. 

Bitte bedenke: Hat Dein Hund ein Ressourcenthema mit Futter, so gib ihm genügend Raun, während er seine Leckereien auf der Decke verspeist. Setze Dich auf keinen Fall in seine Nähe bzw. in die Nähe der Decke. Er soll in Ruhe und entspannt sein Futter zu sich nehmen können.

Dein Hund trägt sein Essen von der Entspannungsdecke runter? Kein Problem. Das ist nicht schlimm. Die Verknüpfung, dass er auf der Decke etwas Positives erhalten hat, bleibt dennoch bestehen. Gib ihm auch die nächsten Male seine Knabberartikel dort. Er wird merken, dass er mit der Zeit die Sachen nicht mehr heruntertragen muss.

Nun bleibt noch die Frage:
Woran erkennst Du eigentlich, dass Dein Hund entspannt ist? 

Natürlich handelt es sich bei jedem Hund um ein Individuum und so äussert sich auch Entspannung bei jedem Hund anders.

Anzeichen beim Hund für Entspannung können sein:
– eine lockere Rutenhaltung
– die Bewegungen Deines Hundes wirken weich und nicht hektisch
– die Augen sind nur noch halb geöffnet oder fallen sogar zu
– der Atem wird langsamer 
– Dein Hund fängt an zu gähnen
– Dein Hund seufzt oder atmet tief aus
– der Bewegungsdrang Deines Hundes wird weniger
– Dein Hund verändert ggfs. seine Position in eine bequemere z.B. vom Stehen ins Sitzen oder Liegen

Die Liste ist natürlich nicht abschliessend. Notiere Dir doch in einem kleinen Büchlein, was Du für Entspannungsanzeichen bei Deinem Hund entdeckt hast. Manchmal ist es auch hilfreich, den eigenen Hund beim schlafen zu beobachten. Wie liegt er, wenn er besonders tief schläft? Wie sieht sein Gesicht dabei aus? Solche Beobachtungsübungen helfen unheimlich, Deinen Hund noch besser kennenzulernen.

Gibt es noch weitere Möglichkeiten Deinem Hund zu mehr Ruhe zu verhelfen?
Natürlich. Zusätzlich zu den oben genannten drei Punkten haben sich Hilfsmittel wie der RelaxoDog, das Thundershirt oder DAP-Pheromone bewährt, die Deinen Hund bei der Ruhefindung unterstützen können. Wichtig ist, für sich und den eigenen Hund den richtigen und passenden Weg zu finden. Dabei heisst es ausprobieren, üben (denn ja – auch Entspannung ist Training) und den gemeinsamen Weg dorthin geniessen.

Entspannung für Deinen Hund
7 Tipps gegen Stress – für Dich und Deinen Hund

7 Tipps gegen Stress – für Dich und Deinen Hund

Auch ich erwische mich regelmässig bei dem Gedanken keine Zeit zu haben. Es gibt schliesslich unglaublich viel zu tun. Die To-Do-Liste möchte nicht enden, die Wohnung muss geputzt werden und Raya wartet ungeduldig auf ihren Spaziergang. Also – was tun? Der Tag hat letztlich nur 24 Stunden. Ich habe Dir 7 Tipps zusammengetragen, wie ich etwas Entschleunigung in meinen und Rayas Alltag integriert habe.

1. Den Tag stressfrei beginnen

Es ist bewiesen, je ruhiger und stressfreier Du in den Tag startest, desto besser kannst Du auch mit stressigen Situationen im Laufe des Tages umgehen. Meine Morgenroutine schaut so aus: Ich beginne mit 15 – 30 Minuten Yoga, dann trinke ich ein Glas lauwarmes Wasser mit ein paar Spritzern Zitrone und gehe danach mit Raya eine kleine Runde laufen. Diese Routine bringt gemeinsame Zeit, Zeit für mich alleine, Ruhe und wir können gemeinsam entspannt in den Tag starten.

Glücks-Tipp: Wenn Du magst, überlege Dir, wie Du jeden Morgen in Deinen Tag starten möchtest. Wie sähe der perfekte Morgen für Dich aus? Mache Dir eine Liste und dann schaue, was Du davon ohne grossen Aufwand in Deinen Tagesstart integrieren könntest. Binde Deinen Hund gerne mit ein: Bekommt er vielleicht jeden Morgen ein kleines Leckerchen? Oder nimmst Du Dir jeden Morgen 5 Minuten Zeit für eine Sonderstreicheleinheit?

2. Zeit zum Durchatmen

Wenn ich viel Stress habe gehe ich an die frische Luft. Hier zu Hause stelle ich mich auf unsere Terrasse mit einem Tee oder Kaffee und schaue in die Ferne. Das Ganze dauert maximal 5 Minuten. Und doch fühle ich mich dadurch frischer, erholter und wacher. Überlege Dir, wie Du Dir kleine Pausen zum Durchatmen nehmen kannst.

Glücks-Tipp: Das gilt übrigens genauso für den Umgang mit Deinem Hund. Pausen sind einfach unglaublich wichtig. Egal ob beim Training oder im Alltag. Schenke ihm Ruhepausen, in denen er richtig entspannen kann.

3. Ein Limit setzen und dem Perfektionismus Lebewohl sagen

Der Drang Dinge perfekt machen zu wollen lässt mich häufig die Zeit vergessen. Damit dies nicht passiert, setze ich mir feste Zeitfenster, in denen ich eine Aufgabe abschliessen möchte. Dabei achte ich natürlich darauf, dass sie nicht zu knapp gewählt sind, um den Druck herauszunehmen. Solche Zeitfenster helfen mir, mich nicht zu sehr im Detail zu verlieren. Das war für mich persönlich häufig ein riesiger Zeitfresser. Probiere es doch einfach einmal für Dich aus. Übrigens – zum Thema Perfektionismus habe ich hier einen Artikel für Dich! 

Glücks-Tipp: Wenn Du mit Deinem Hund übst, setze Dir auch dort ein Zeitlimit. 2 – 3 Minuten für eine kleine Trainingseinheit reichen meist schon aus. Wir Menschen haben häufig die Tendenz, viel zu viele Durchgänge mit unseren Hunden zu üben. Das kann dann schnell zu Frust führen, weil es entweder zu langweilig für den Hund wird oder er überfordert ist, da er sich zu lange konzentrieren muss. 

4. Zeiten einplanen

Ich habe mir angewöhnt feste Zeiten für mich alleine oder gemeinsam mit Raya einzuplanen. Diese Zeiten sind mir heilig und werden wenn möglich auch nicht verschoben! Gerade an stressigen Tagen sind das unglaublich wohltuende Ruheinseln. Übrigens: Hier findest Du einen kostenlosen Wochenplaner, in dem Du die Deine Ruheinseln eintragen kannst. Plane Zeiten ein, für Dinge die Du unglaublich gerne tust. Die Du vielleicht bisher auch immer wieder verschoben hast. Einen Spaziergang, den Du schon so lange einmal machen wolltest. Einen Fallschirmsprung. Einen Restaurantbesuch. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Glücks-Tipp: Gerade die kleinen, unscheinbaren Ideen für Deine bzw. eure gemeinsamen Ruheinseln sind unheimlich wertvoll. Beispielsweise ein Buch lesen, sich 5 Minuten Zeit nehmen und den Hund streicheln, dem Hund eine gefüllte Klopapierrolle zum Schreddern geben und ihm dabei aufmerksam zuschauen, etc.

5. Auf einen Spaziergang gehen

Regelmässige Spaziergänge sind wissenschaftlich nachgewiesen eine Wohltat für die Seele. Schon 20-30 Minuten in der Natur lassen die Cortisolwerte (das Stresshormon) nachweislich sinken. Dabei achte ich ganz besonders auf meine Bedürfnisse. Habe ich das Gefühl, dass ich gerade ordentlich Bewegung brauche, dann gehe ich joggen. Ist mir eher nach Ruhe, suche ich eine kürzer Strecke aus und gehe dafür sehr achtsam meines Weges. Natürlich versteht es sich von selbst – wenn Du Deinen Hund mit an die frische Luft nimmst – auch auf seine Bedürfnisse zu schauen.

Glücks-Tipp: Achte auf Deine Stimmung. Falls Du sehr gestresst bist und einen verhaltenskreativen Hund hast, kann ein gemeinsamer Spaziergang noch mehr stressen. Lasse Deinen Hund in diesem Fall lieber zu Hause. Schliesslich soll der Spaziergang Euch beiden gut tun und das wird er nicht, wenn ihr zwei danach mit den Nerven am Ende seid. Alternativ suche dir an solchen Tagen eine Strecke aus, die wenig Auslöser bietet, auf die Dein Hund reagiert.

6. Sei verrückt – und gönne Dir geklaute Zeit

Diese superschöne Idee kommt von der wundervollen Moni von Glückshormoni. Dank Dir, für diesen schönen Input. Ab und an passiert es, dass man festeingeplante Zeiten übergeht, um andere Dinge noch schnell fertig zu bringen. Und bevor man sich versieht ist der halbe Tag um – und die eigene Glückszeit oder die Zeit mit dem Hund dahin. Die Lösung: Klaue Dir Zeit. Du hast einen Termin, aber Du merkst, dass Du gerade unheimlich gerne Zeit mit Deinem Partner oder Deinem Hund verbringen möchtest? Dann stehle Dir ausnahmsweise die Zeit. Sage den Termin ab und triff Dich «heimlich» mit Deinen Liebsten. Durch diese geklaute Zeit gibst Du Deinen Bedürfnissen Raum und entfliehst für kurze Zeit Deinem Alltag. Ausserdem zeigst Du Dir, Deinem Partner, Deinen Freunden oder Deinem Hund unheimlich viel Wertschätzung durch die gesetzte Priorität.

Glücks-Tipp: Gerade das bedachte und seltene Einsetzen der geklauten Zeit macht diese so wertvoll! 

7. Das Beste Mittel gegen Stress – Dein Hund

So einfach und doch so wirkungsvoll: Verbringe Zeit mit Deinem Hund. Ich streichle Raya oder schaue ihr beim Schlafen zu, wenn ich mich einer Situation kurz entziehen möchte. Und tatsächlich ist wissenschaftlich beweisen, dass das Streicheln eines Hundes (ja, sogar schon der Blickkontakt) in uns eine Ausschüttung des sog. Kuschelhormons «Oxytocin» auslöst. Das wiederum senkt die Herzschlagrate, den Blutdruck und schützt somit den Herz-Kreislauf in stressigen Situationen. Übrigens – bei Deinem Hund hat das Kuschelhormon die selbe Wirkung. 

Glücks-Tipp: Achte hier besonders auf das Bedürfnis Deine Hundes. Mag er es überhaupt gestreichelt zu werden? Falls nicht, reicht auch schon ein Kontaktliegen oder eine gemeinsame Aktion, um von der positiven Wirkung des Miteinanders profitieren zu können.

Als Abschluss noch ein Gedanken:

Eigentlich ist es wie so oft: Wie stehst Du zum Thema Zeiteinteilung? Wie setzt Du Deine Prioritäten? Jeder von uns hat 24 Stunden zur Verfügung. 24 Stunden, die wir füllen können mit Dingen, die uns wichtig sind. Denke das nächste Mal daran, wenn Du «Ja» zu einer Sache sagst, die Du eigentlich nicht machen möchtest. Denn dieses «Ja» bedeutet gleichzeitig auch ein «Nein» zu Dingen, die Dir wichtig wären.

Extra-Tipp: Eine Studie von Kelly McGonigal hat ergeben, dass Stress zwar krank machen kann. Die Gefahr daran zu erkranken aber viel grösser ist, wenn Personen an die gesundheitsschädliche Wirkung von Stress glauben. Einen spannenden Talk von ihr zu diesem Thema findet Du hier.  

7 Tipps gegen Stress für Dich und Deinen Hund
Tschüss, Perfektionismus! Hallo, Dankbarkeit!

Tschüss, Perfektionismus! Hallo, Dankbarkeit!

Früher dachte ich, Perfektionismus sei etwas Tolles. Ich wollte den perfekten Job. Das perfekte Haus. Den perfekten Freund. Und natürlich – den perfekten Hund. Wie schön das doch klingt.

Was wiederum nicht so schön war, war die kleine Perfektionistin in meinem Kopf. Sie meldete sich immer mal wieder, um mir mitzuteilen, das mein Leben so gar nicht perfekt lief. Oder hielt mir vor, welch dumme Fehler ich machte. Ja, sie trug so ganz und gar nicht zum perfekten Leben bei. 

Heute gebe ich mir Mühe, ihr nicht mehr zu viel Platz in meinem Leben einzuräumen. Dafür aber umso mehr der Dankbarkeit. Denn ja – auch heute liebe ich noch die perfekten Momente. Aber meine Definition hat sich verändert. Verändert in ein Gefühl der Dankbarkeit. Und einen grossen Teil dazu beigetragen hat ganz sicher meine Hündin Raya. 

Alles fing damit an, dass sie so überhaupt nicht dem entsprach, was ich mir ausgemalt hatte.

Ich hatte das wunderschöne Bild von dem unauffällig, fröhlichen und freundlichen Hund an meiner Seite.

Stattdessen streifte ich mit einer kleinen, wild bellenden Hündin durch die Wälder und Wiesen. Fremde Menschen waren doof, fremde Hunde noch unheimlicher und Kinder eine Katastrophe. Und auch ich kam schnell zu dem Punkt, an dem ich deswegen Hunde, fremde Menschen und Kinder mied. Die Spaziergänge wurden zu einem Spiessrutenlauf. 

Heute kann ich schmunzeln, wenn ich an unsere Zeit in der kleinen Wohnung in Düsseldorf zurück denke. Damals fand ich unsere Situation allerdings überhaupt nicht lustig. Bevor wir zum Spaziergang losgingen, horchte ich mit einem Ohr an der Haustüre, ob Geräusche aus dem Hausflur zu vernehmen waren. Erst als ich mir sicher sein konnte, dass die Luft rein war, flüchteten wir gemeinsam zum Auto, um ja keinem Nachbarn zu begegnen. Denn den hätte Raya versucht laut bellend in die Flucht zu schlagen. 

Als wir ein Jahr später in die Schweiz umzogen, hatten wir uns ein kleines Häuschen ausgesucht, um dem Flurproblem zu entkommen. Ein cleverer Schachzug – so dachte ich. Doch da hatte ich nicht mit dem «Grüezi»-Problem gerechnet. Denn – hier auf dem Land grüsst tatsächlich jeder jeden. Und Raya grüsste lauthals zurück. Ich als Deutsche in einem fremden Land. Mit einem lauten Hund. Es war mir unglaublich peinlich.

Und auch die kleine Perfektionisten in meinem Kopf war mit in die Schweiz gezogen. Bei jedem unangenehmen Vorfall machte sie mir aufs Neue Vorwürfe: Was sollen die anderen von uns denken? Wieso schaffst Du es nicht, Raya das Bellen abzugewöhnen? usw. Die Selbstvorwürfe kannten keine Grenzen. 

Als Ergebnis setzte ich mich und auch Raya noch viel mehr unter Druck.

Aus der Verzweiflung begann ich mit einer Ausbildung zur Trainerin für Menschen mit Hund. Und dann durfte ich einen alles entscheidenden Satz lernen:

Lege Deinen Fokus auf die erwünschten Verhaltensweisen Deines Hundes!

In diesem Augenblick wurde mir zum ersten Mal so richtig bewusst, wie viele Momente ich verpasste, an denen Raya sich ganz wunderbar verhielt. Und wie viel Schönes ist verpasst hatte, weil es nicht perfekt war. 

Mittlerweile habe ich diese positive Denkweise auf mein komplettes Leben erweitert. Es gibt so viele Dinge, die ich zu schätzen weiss, obwohl sie ganz und gar nicht perfekt sind. Ich ärgere mich nicht mehr all zu sehr über stressige Tage, weil ich die kleinen Pausen dazwischen um so mehr auskosten kann. Tatsächlich gehe ich an solchen Tagen noch bewusster mit Raya durch den Wald und geniesse das Privileg der Ruhe. Ich bin glücklich, weil mir der überhaupt nicht perfekte Tag doch so einen wundervollen Moment bietet. 

Während ich früher versuchte einen perfekten Plan für jede Situation parat haben zu müssen, bin ich heute dankbar für all die unerwarteten Dinge, die nicht in meinen Plan passen. Denn sie erweitern meinen Blick und meinen Horizont. Sie stellen mir Herausforderungen, an denen ich wachsen kann. 

Ich arbeite immer noch an mir, mich nicht mehr vom Perfektionismus ausbremsen zu lassen. Denn das ständige Zweifeln, ob etwas schon gut genug ist, hemmt. Warum nicht den Weg dorthin geniessen. Denn jeder nicht perfekte Weg wird auch immer wieder mit Erfolgen gespickt sein. 

Warum nicht Fehler machen dürfen? Denn – aus Fehlern lernt man. Letztens habe ich ein schönes Bild gesehen. Wenn Du die Buchstaben des Wortes »Fehler« neu sortierst wird das Wort »Helfer« daraus. Wieso die Fehler nicht als Helfer sehen und für sie dankbar sein? Dankbar, für das was man von Ihnen gelernt hat. Und wer weiss, ob der Fehler überhaupt ein Fehler war – oder doch ein Schritt in die richtige Richtung. 

Dein Hund – Dein Vorbild

Dein Hund – Dein Vorbild

Wie wir glücklich sein können?
Unser Hund macht es uns jeden Tag vor.

Geniesse den Moment

Ich bin sehr davon überzeugt, dass unsere Hunde im Hier und Jetzt leben. Sie machen sich keine Gedanken darüber, was in der Vergangenheit passiert ist oder in der Zukunft passieren wird. Sie leben das Leben in diesem Augenblick. Mach es Deinem Hund nach – geniesse Dein Leben. Den Augenblick. Das Jetzt.

Lasse Deinen Gefühlen freien Lauf

Wenn Raya etwas doof findet, knurrt sie. Wenn sie Angst hat, bellt sie. Wenn sie Hunger hat, jammert sie. Wenn sie sich freut, dann zeigt sie es der ganzen Welt – überschwänglich. Warum haben wir Menschen so Probleme damit, unsere Gefühle offen zu zeigen? Wenn es Dir schlecht geht, stehe dazu. Räume Dir Zeit und Platz für Deine Wut und Deine Traurigkeit ein. Genauso gestehe es Dir zu, glücklich zu sein – und es der Welt zu zeigen. 

Bleibe verspielt & neugierig

Ich muss der Tatsache ins Gesicht blicken – Raya wird langsam zu einer Omi. Ob man ihr das anmerkt. Manchmal. Aber die meiste Zeit nicht. Denn sie hat sich all das verspielte, neugierige Verhalten beibehalten, das sie schon als Junghund ausgemacht hat. Wir Erwachsenen tendieren dazu, diese Leichtigkeit und Neugierde zu verlieren. Gib Dir wieder Platz dazu. Sei albern, sei lustig und fühle Dich leicht.

Die Welt jeden Tag aufs Neue entdecken

Ich gehe mit Raya häufig am Morgen die gleiche Strecke. Doch statt gelangweilt vor sich hin zutrotten, läuft sie die Strecke mit einer Neugierde ab, als sei es jedes Mal das erste Mal. Auch wir haben in unserem Alltag gleiche Abläufe und Routinen. Vor lauter gleichbleibenden Strukturen, fallen uns die ganzen kleinen ersten Male gar nicht mehr auf. Schau doch auf deinem nächsten Spaziergang, was Dir Neues auffällt. Oder wenn Du Dir einen Kaffee am Morgen zubereitest und die Milch hineingibst. Welche neue Formen entstehen? Wenn Du auf Kleinigkeiten acht gibst, siehst Du, wie Dein Alltag jeden Tag voller kleiner ersten Male ist.

Sich Ruhe gönnen

Ich ertappe mich selbst häufig, wie ich mich selbst pushe, um Dinge noch erledigt zu bekommen. Hier noch schnell den Abwasch machen. Dort noch schnell eine Mail schreiben. Dabei bin ich eigentlich müde und bräuchte dringend eine Pause. Wenn es Raya zu viel wird geht sie. Sie seufzt, steht auf – verlässt den Raum – geht ins Bett – seufzt – schliesst die Augen und schläft. Einfach so! Und recht hat sie. 

Nimm Dir regelmässig Auszeiten in Deinem Alltag. Und sei es nur für 5 Minuten frische Luft schnappen – sich aus dem Geschehen raus nehmen – seufzen – die Augen schliessen – ankommen.

Lerne Geduld

Vor Jahren hätte ich behauptet, dass ich ein sehr geduldiger Mensch bin. Raya hat mir anderes gezeigt. Hat sie zu lange an einer Stelle geschnüffelt wurde ich innerlich unruhig. Hat sie mal wieder auf Durchzug geschaltet, weil ihr alles zu viel wurde – wurde ich unruhig. Hat ein Trick einüben nicht so schnell funktioniert, wie ich mir es vorstellte – wurde ich unruhig. 

Heute kann ich mich super zurücknehmen. Durchatmen. Geduldig sein. Etwas, das mir Raya beigebracht hat. Mein Tipp: Nutze solche Momente um wirklich tief durchzuatmen und zu reflektieren. Wieso wirst Du ungeduldig? Versuche Dich in Deinen Hund zu versetzen und übe Dich in Geduld. Das macht ausgeglichen.

Freue Dich über Kleinigkeiten

Wir kommen nach Hause und Raya rastet aus, als seien wir Monate weggewesen. Dann öffnet sich die Tür zum Schrank, in dem die Leckerchen liegen und Raya ganzer Körper wackelt von links nach rechts aus purer Freude über das was kommen mag. Wenn ich sie anspreche, wedelt ihre Schwanzspitze, weil sie sich riesig über diese Aufmerksamkeit freut.  Schaue in Deinem Alltag, wieviele Kleinigkeiten es gibt, über die Du Dich freuen kannst. Über die warme Sonne am Morgen, über den ersten Marienkäfer in Deinem Garten, über eine Umarmung eines lieben Menschen. Nehme die Dinge wahr und freue Dich!

Fällt Dir noch etwas ein, wobei Du Dir Deinen Hund als Vorbild nehmen kannst?

Achtsamkeit im Alltag mit Deinem Hund

Achtsamkeit im Alltag mit Deinem Hund

Um diesen Artikel zu lesen, schlage ich vor, dass du dich auf die Couch setzt mit einer Tasse Tee oder Kaffee, das Handy ausschaltest (wenn Du den Artikel nicht auf dem Handy liest) und es dir gemütlich machst.

Aufmerksam auf das Thema Achtsamkeit bin ich geworden, weil ich gestresst war. Und zwar so richtig. Ich hatte das Gefühl, nicht mehr hinter herzukommen. Ich bin von Termin zu Termin gehetzt, hab möglichst viele Dinge gleichzeitig erledigt und bin trotzdem nicht von der Stelle gekommen. Das Schlimmste war allerdings das Gefühl, meiner kleinen Hündin Raya nicht mehr gerecht zu werden. Die Spaziergänge mit ihr waren zwar schön, aber im Grunde genommen auch nur ein weiterer Punkt auf meiner langen To-Do-Liste, der abgehakt werden musste.

Und so fing ich an, meinen Tagesablauf komplett neu zu strukturieren. Ich legte mir eine Morgenroutine zu, setzte Termine für wiederkehrende Aufgaben, nahm mir Zeit für mich und natürlich für Raya. Zeit, die wirklich nur ihr gehörte. All das hat uns enorm weiter gebracht. Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die ich aus all dem mitgenommen habe, ist allerdings die Achtsamkeit.

ACHTSAMKEIT

Achtsamkeit bedeutet eigentlich nichts anderes, als sich dem Moment, in dem Du Dich gerade befindest, bewusst zu werden. Das klingt zwar einfach, ist es aber ganz und gar nicht. Überlege doch einmal, wann Du das letzte Mal auf Deinem Sofa gesessen hast und wirklich einfach nur da sasst. Ohne, dass Deine Gedanken in die Vergangenheit oder Zukunft geschweift sind. Wenn Du magst, probiere es doch jetzt einmal aus. Nimm Dir 30 Sekunden Zeit (am besten stellst Du Dir eine Stoppuhr – damit Du nicht mit den Gedanken bei der verbleibenden Zeit bist) und versuche den Moment wahrzunehmen. Was hörst Du? Was riechst Du? Wie fühlst Du Dich gerade? Wie fühlt es sich an, auf der Couch zu sitzen? Bist Du vielleicht verspannt? Ist es bequem?

Und – hast Du es geschafft? Hast Du die 30 Sekunden durchgehalten? Oder sind Deine Gedanken zwischen durch doch abgeschweift? Das ist nicht schlimm, zeigt es doch nur wie schwierig wir uns damit tun, uns auf den Moment zu konzentrieren.

Doch was bringt Dir Achtsamkeit? Nun – jeder Tag, jede Minute besteht aus vielen kleinen Augenblicken. Wenn wir nicht achtsam sind, verstreichen diese Momente. Ungesehen. Ungehört. Und so passiert es schnell, dass Tage oder sogar Wochen vergehen und uns das Gefühl überkommt, nur die Hälfte mitbekommen zu haben. Die Zeit rast an uns vorbei.

Gerade in Bezug zu unserem Hund finde ich das extrem schade. Denn wie wir alle wissen, ist die Zeit mit unserem vierbeinigen Freund sehr begrenzt. Um so wichtiger scheint es mir, die wenige gemeinsame Zeit zu geniessen.

ACHTSAMKEIT AUF DEINEM HUNDESPAZIERGANG

Eine einfache Möglichkeit das Thema Achtsamkeit in Deinen Hundealltag zu integrieren bietet Dein täglicher Spaziergang. Nimm Dir dabei Deinen Hund als Vorbild. Ein Beispiel: Dein Hund bleibt stehen und schnuppert. Bleib Du nun auch stehen und rieche. Was riechst Du? Wonach riecht die Luft? Riechst Du frisch gemähtes Gras? Riechst Du den Wald? Wenn Du magst, suche Dir die nächste Woche für jeden Spaziergang eine neue kleine Aufgabe. Du wirst sehen, dass Du auf bekannten Strecken plötzlich ganz neue Dinge entdeckst.

LERNE DEINEN HUND DURCH ACHTSAMKEIT NOCH BESSER KENNEN

Wenn Du achtsam bist und Dir Zeit nimmst, Deinen Hund regelmäßig zu beobachten, wirst Du ihn auch besser einschätzen können. Eine schöne Übung hierfür ist die «Landkarte der Gefühle» von Eva Zaugg. Male eine Skizze von Deinem Hund (übrigens – malen entspannt – tut also auch Dir gut), und lege sie neben Dich, wenn Du mit ihm kuschelst. Nun brauchst Du noch zwei unterschiedliche Farbstifte.

Fasse Deinen Hund langsam am ganzen Körper an. Wo kann er Deine Streicheleinheiten genießen? Male diese Stellen Grün an. Welche Berührungen mag Dein Hund nicht? Diese markierst Du Rot. Nun hast Du eine Körper-Landkarte, die Dir zeigt, was Dein Hund mag oder auch nicht. Um dies herauszufinden, braucht es Achtsamkeit und Aufmerksamkeit. Nur so erkennst Du seine Körpersprache und kannst diese auch richtig interpretieren.

ACHTSAMKEIT IM HUNDETRAINING

Auch im Hundetraining spielt Achtsamkeit eine wichtige Rolle. Nehmen wir das Beispiel der Leinenführigkeit. Kann Dein Hund normalerweise schon locker an der Leine laufen, zieht aber diesen Spaziergang extrem viel, hat das ganz sicherlich nichts mit Ungehorsam, Dickköpfigkeit oder Sturheit zu tun. Vielmehr solltest Du Dich fragen, was der Grund dafür sein könnte. Seid ihr schon lange unterwegs? Vielleicht ist die Impulskontrolle aufgebraucht. Lauft ihr in einem wildreichen Gebiet? Dann kann es sein, dass die Erregung Deines Hundes ist so hoch, dass er sich nicht mehr auf Dich konzentrieren kann. All das sind Aspekte, die man nur durch viel Einfühlungsvermögen und Achtsamkeit mitbekommt.

Übrigens: Gerade die Leinenführigkeit ist eine extrem schwere Übung für Deinen Hund und verlangt auch von ihm viel Achtsamkeit und Konzentration. Versetze Dich einmal in seine Lage. Stell Dir vor Du läufst mit Deinem Partner durch einen Baumarkt. Er hat Dich angebunden und läuft ohne Vorwarnung von links nach rechts zu seinen Lieblingsregalen. Es ist Deine Aufgabe, die ganze Zeit darauf achten, dass die Leine zwischen Euch nicht gespannt wird. Das verlangt unheimlich viel Aufmerksamkeit von Dir und ist anstrengend. Nicht anders geht es Deinem Hund. Also sei achtsam und schenke ihm ruhig auch mal einen grösseren Leinenradius. Das macht es Deinem Hund um einiges einfacher.

Und auch hier habe ich noch eine kleine Übung für Dich. Und zwar: Leinenführigkeit, die Deine Achtsamkeit fordert. Ersetze Eure Leine durch einen Faden. Wenn Dein Hund zu sehr an dem dünnen Faden zieht, wird dieser reissen (bitte achten darauf, dass Du wirklich einen Faden nimmst, der schnell reisst. Nicht, dass sich Dein Hund noch verletzt).

Damit dies nicht passiert, musst Du achtsam sein und ganz bei Deinem Hund. Wie bekommst Du seine Aufmerksamkeit, wenn er zu sehr abgelenkt ist? Bekommst Du es früh genug mit, wenn er die Richtung ändert? Es liegt also nun an Dir Deinen Hund zu beobachten.

Grundsätzlich gilt – je achtsamer Du bist, desto mehr hast Du von der Zeit mit Deinem Hund. Und wenn man so will, ist es eigentlich doch ganz einfach: Nimm Dir Deinen Hund als Vorbild. Denn er zeigt uns, dass wir jeden Augenblick geniessen sollten!

Dieser Artikel ist auch erschienen auf: das-lieblingsrudel.de